Verjährungsrecht ab 1. Januar 2020

Über was man spricht

Verjährungsrecht ab 1. Januar 2020

Die neuen Bestimmungen werden durch den Bundesrat per 1. Januar 2020 in Kraft gesetzt.

Aufgrund dessen ändert auch die Werkeigentümerhaftung per 1. Januar 2020.

D.h. im Delikt- und Bereicherungsgesetz gilt ab 1. Januar 2020 somit auch für die Werkeigentümerhaftung statt einer einjährigen relativen Verjährungsfrist, eine 3-jährige relative Verjährungsfrist für die Geltendmachung von Schadenersatz, oder Genugtuung.

Geschädigte Personen haben, ab Kenntnis des Schadens und des Schadenverursachers, drei Jahre Zeit, um Ihren Anspruch geltend zu machen.

Weiterhin gilt die zehnjährige absolute Verjährungsfrist im Delikt- und Bereicherungsrecht.

Neu ist die Präzisierung des Beginns der Verjährungsfrist erfolgt. Wenn das schädigende Ereignis wiederholt eintritt oder die schädigende Handlung andauert, beginnt in solchen Fällen die Frist erst, wenn das schädigende Verhalten endet.

Die Verjährungsfrist wird bei Personenschäden von zehn auf 20 Jahre verdoppelt.

Diese Verbesserung geht zurück auf die Situation von asbestgeschädigten Personen. Ihre Ansprüche sind meist verjährt, bevor die Krankheit ausbricht.​​​​​​​